Ein Kompetenzrahmen für OER – Das Open Educational Resources Competency Framework

Screenshot Open Educational Resources Competency Framework (Ausschnitt), International Organisation De La Francophonie (IOF), CC BY 4.0.

Wie kann ich selbst in Schulungen und Workshops grundlegendes Wissen zu OER vermitteln? Welche Fertigkeiten sollten im Umgang mit OER vorhanden sein? Zu diesen Fragen bietet das Open Educational Competency Framework OER einen Handlungsrahmen zur Orientierung. Wir stellen das Framework vor.

Das Bewusstsein für OER wächst. Damit es aber auch zu nachhaltigem Wandel in der Praxis kommt, müssen Lehrende und Lernende über grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten in Bezug auf freie Bildungsmaterialien verfügen. Das Open Educational Resources Competency Framework stellt einen Rahmen für die Vermittlung von OER bereit, der bei der Konzeption von Schulungen zur Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit OER herangezogen werden kann. Dabei listet das Framework in fünf Handlungsfeldern zu erlernende Kompetenzen auf, die den Umgang mit OER erleichtern:

  • OER kennenlernen
  • Suche nach OER
  • OER nutzen
  • Selbst OER erstellen
  • OER teilen

Entwickelt wurde der Kompetenzrahmen von der Internationalen Organisation der Frankophonie (IOF), partnerschaftlich mit der UNESCO, der Arabischen Liga für Bildung, Kultur und Medien (ALECSO), dem Open Education Consortium und der Virtuellen Universität Tunis.

Das Open Educational Resources Competency Framework liegt in den Sprachen EnglischFranzösischSpanisch zum Download vor.

Creative Commons Lizenzvertrag

Dieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Gabi Fahrenkrog für OERinfo – Informationsstelle OER.

Kritik an OER

Jürgen Fenn auf albatros bezieht sich auf ein Gespräch von Lisa Rosa mit Tim Pritlove in einem Podcast „Shcule und Lernen in der digitalen Welt“ und kritisiert die Idee, die hinter OER steht, als rückständig. Didaktiksch aufbereitete Materialien seien nicht mehr erforderlich, sondern selbst Lernende würden sich aus dem Netz selbst versorgen und damit lernen und es seien vielmehr Lehrer nötig, die mit didaktischem Geschick diesen Selbstlernprozess anregen und begleiten.

Das Buch aus dem #EDchatDE

Bei rpi-virtuell gibt es nun den kostenfreien Zugang zum bei Cornelsen erschienenen Buch „DIGITALE MEDIEN für Unterricht, Lehrerjob und Schule: Die besten Ideen und Tipps aus dem Twitterchat #EDchatDE. Das Werk ist im PDF- und EPUB-Format herunterzuladen und lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Ein Beispiel, wie Open Educational Resources entstehen können: Aus einer anderen Quelle, durch Auswahl und Wiederveröffentlichung. Zwar ist alles, was in diesem Buch steht, bereits öffentlich verfügbar – der Mehrwert besteht in der Auswahl und im kompakten Layout des Inhalts.