Was Sie schon immer über OER in Bibliotheken wissen wollten! – Einladung zum Treffen des OER Librarian Network beim Bibliothekskongress in Leipzig

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Auch in diesem Jahr trifft sich das OER Librarian Network zum Austausch, zum gegenseitigen Kennenlernen und voneinander Lernen beim Bibliothekskongress 2019 in Leipzig.

Was Sie schon immer über OER und Bibliotheken wissen wollten

Eingeladen sind alle Kolleg*innen, die sich einmal einen Überblick über das Themenfeld OER verschaffen wollen. Für alle Interessierten wird es die Gelegenheit geben, in einem Ask me Anything (AMA) das zu fragen, was Sie schon immer über OER wissen wollten.

Was erwartet Sie sonst noch?

Das Treffen des OER Librarian Network bietet eine Einführung in das Thema OER in Bibliotheken. Es wird ausreichend Gelegenheit geben dafür, sich mit Expert*innen über Fragen rund um das Netzwerk und zu OER in Bibliotheken allgemein auszutauschen. Außerdem wird es um Organisatorisches zum OER Librarian Network gehen: Was wünsche ich mir vom Netzwerk und wie kann/soll das Netzwerk gestaltet sein? Wie kann ich mich in das Netzwerk einbringen?

Wann?

Das Treffen des OER Librarian Networks findet am DIenstag, den 19.03.2019 in der Zeit von 09:00 – 11:00 Uhr in Bankettraum 4 statt.

Wir freuen uns auf Sie und auf Ihre Fragen, Ideen und Anregungen zum Thema OER in Bibliotheken!

Wer?


Weitere Veranstaltungen rund um OER beim Bibliothekskongess

Am Montag, den 18.03.2019 bietet Markus Putnings von der UB Erlangen-Nürnberg in der Zeit von 14:15 – 15:45 Uhr im Seminarraum 6/7 ein Hands on-Lab zur Entwicklung eines Qualitätsanforderungskatalogs für Open Educational Resources (OER) an.

Am Dienstag, den 19.03.2019, findet am Nachmittag von 14:00 bis 16:00 Uhr im Beratungsraum 3 ein Hands on-Lab zum Thema Open Educational Resources – Do It Yourself! statt. Veranstaltet wird der Workshop von Frank Waldschmidt-Dietz, UB Gießen, Nicole Clasen, ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Hamburg, Sabine Stummeyer, TIB, Hannover und Daniela Dobeleit, SLUB, Dresden.

 

OERcamps 2018 – Einladung zur Teilnahme für Bibliotheken

Nach den OERcamps 2017 finden auch in diesem Jahr wieder vier OERcamps in allen Himmelsrichtungen statt. Bibliothekarinnen und Bibliothekare haben die Gelegenheit, sich zu informieren, mit ihren Themen das Programm der OERcamps mitzugestalten und sich zu OER in Bibliotheken auszutauschen.

Was ist ein OERcamp?

Bei den OERcamps treffen sich Praktiker*innen und an OER interessierte Menschen, zum gegenseitigen Austausch. OERcamps gibt es in Deutschland seit 2012, in diesem Jahr zum zweiten Mal an vier Orten in Deutschland.
Wer sich informieren möchte, Fragen zu OER in Bibliotheken hat oder einfach gerne in den Austausch mit anderen Interessierten treten möchte, ist bei den OERcamps richtig!

  • Bad Wildbad (Schwarzwald): 11.–12.5.2018 – in der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen
  • Leipzig: 25.6.–26.6.2018 – in der VDI-GaraGe
  • Hattingen (Ruhr): 8.6.–9.6.2018 – im DGB Bildungszentrum Hattingen
  • Hamburg: 15. 6.–16.6.2018 – in der Beruflichen Schule für Medien und Kommunikation (BMK)

Im zweitägigen Programm gibt es keinen einzigen Vortrag im Hörsaal, dafür aber jede Menge Praxis-Workshops, aus denen man nach eigenen Interessen wählen kann. Von allgemeinen Einführungen ins Thema bis zu vertieften Diskussionen. Im Barcamp-Teil kann man eigene Fragen und Interessen einbringen. Und auf einem Markt der Möglichkeiten lernt man konkrete Materialien und Projekte kennen.

Die Teilnahme ist kostenlos dank einer Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Anmeldung ist ausschließlich online möglich unter: https://www.oercamp.de/18/. Fahrtkosten und ggf. Unterkunft organisieren die Teilnehmenden in Eigenregie. Ausnahme ist das OERcamp Süd: die Akademie Bad Wildbad bietet für bis zu 200 Teilnehmende eine kostenlose Übernachtung von Freitag auf Samstag!

Wie kann ich dabei sein?

  • Wer selbst einen Workshop einreichen möchte, kann dies noch bis zum 8.4.2017 hier tun: http://www.oercamp.de/18/call-for-workshops/
  • Die Anmeldung für alle vier Orte ist für Teilnehmende offen: https://www.oercamp.de/18/
  • Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hat zudem die Möglichkeit, im Barcamp-Teil eigene Fragen und Interessen einzubringen. Eine Einreichung ist für die Sessions nicht notwendig.

Workshops und Sessions zu Bibliotheken und OER in 2017

Bereits bei den OERcamps 2017 fanden an allen vier Orten auch Workshops und Sessions zu Fragen rund um OER und Bibliotheken statt (unter anderem hier im Blog nachzulesen). Beim OERcamp 2017 in Berlin wurde schließlich das OER Librarian Network Germany gegründet, das darauf abzielt, interessierte Kolleginnen und Kollegen miteinander zu vernetzen, den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen ihnen zu fördern und gemeinsam praxisorientierte Handlungskonzepte zu entwickeln.

Kontakt

Bei Fragen steht das Team der OERcamps zur Verfügung.

OERlab@TUK – ein Raum voller Möglichkeiten mit OER in der Bibliothek

Mit dem Ziel, Sensibilisierung und den selbstverständlichen Umgang mit OER zu unterstützen, gibt es seit Juli 2017 den OER@TUK-Raum in der Zentralbibliothek der TU Kaiserslautern.
Seitdem dient der Raum den Expert*innen und Studierenden – alle zwei Wochen – als kreativer Ort des Produzierens und Remixens offener Bildungsmaterialien sowie dem Ausprobieren unterschiedlicher methodischer Herangehensweisen.

Studierende der TU Kaiserslautern können sich über OER informieren, erhalten Beratung zu eigenen OER-Projekten und treiben diese zusammen voran. Sie tauschen sich mit anderen zu OER aus und erhalten Input zu wichtigen Themen wie Tools, Rechtliches und Qualität der Materialien.

Einblicke in die Arbeit des OERlab@TUK gibt es über die Podcasts des Projekts OERlab zur Lab-Eröffnung in Kaiserslautern und aus dem Bericht der Tutor*innen, die das Lab in der Bibliothek betreuen.

Beitrag zu „Management von OER in Bibliotheken“ erschienen

Management von OER als Thema für Bibliotheken

Was bedeutet es, OER in Bibliotheken zu managen, was sind die Besonderheiten, welche Anforderungen stellen sich mit OER an Bibliotheken?

Der im Handbuch Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen erschienene Beitrag Management von Open Educational Resources (OER) in Bibliotheken 1 (Fahrenkrog/Plieninger – ungekürzte Autor*innenfassung) liefert nun einen Überblick über die Themen und Fragestellungen, denen sich Bibliotheken bei der Einführung von OER gegenüber sehen:

  • Was sind OER?
  • Geschichtlicher Abriss zu OER
  • OER in Deutschland und die OER-Förderlinie des BMBF
  • Herausforderungen, Aufgaben und Chancen mit OER in Bibliotheken
  • Management von OER in Bibliotheken im Bezug auf:
    • Wissensmanagement
    • erforderliche Kompetenzen für den Umgang mit OER
    • Bibliothek als Ort der digitalen (Weiter-) Bildung
  • Die Einführung von OER gestalten.

Das OER Librarian Network Germany beim Bibliothekartag 2018

Wer das Thema vertiefen möchte ist herzlich dazu eingeladen, am Mittwoch, den 13.06.2018, in der Zeit von 14:00 – 18:00 Uhr am Project-Lab in Form eines Workshops des OER Librarian Network Germany teilzunehmen. Mitglieder und interessierte Bibliothekar*innen haben dort die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Netzwerkes.


1 Fahrenkrog, Gabriele; Plieninger, Jürgen: Management von Open Educational Resources (OER) in Bibliotheken. In: Cornelia Vonhof; Konrad Umlauf (Hg.): Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen, 59. Aktualisierungslieferung. Hamburg: Dashöfer, 2017

OER Librarian Network Germany gegründet

Beim OER-Festival, das vom 27. – 29.12.2017 in Berlin stattfand, hat sich das OER Librarian Network Germany gegründet.
Es handelt sich bei dem Netzwerk um eine Graswurzelinitiative deutscher BibliothekarInnen, die darauf abzielt, am Thema Open Educational Resources (OER) interessierte KollegInnen miteinander zu vernetzen, den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen ihnen zu fördern und gemeinsam praxisorientierte Handlungskonzepte zu entwickeln.

Für den Austausch untereinander wurde eine Gruppe im Moodle der HU Berlin eingerichtet, die für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen offen ist und für das eine Anmeldung als (HU-externes) Mitglied möglich ist.

Das Netzwerk ist auf der OER World Map, der weltweit größten Sammlung von Daten zu OER-Akteuren und Aktivitäten eingetragen worden.
Geplant ist außerdem, in einem Project Lab auf dem Bibliothekartag 2018 Mitgliedern und anderen interessierten BibliothekarInnen die Möglichkeit zum persönlichen Austausch und zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Netzwerkes zu bieten.

Reichlich Programm für Bibliotheken beim OER-Festival in Berlin – #OERde17

Nach den drei OERcamps, die im Frühjahr in München, Köln und Hamburg veranstaltet wurden, findet mit dem OER-Festival vom 27. – 29.11.2017 das OER-Jahr in Berlin seinen Abschluss. Im Verlaufe des dreitägigen OER-Festivals gibt es für Bibliotheken mehrere Angebote in unterschedlichen Formaten zu verschiedenen Fragestellungen rund um OER, zu denen alle Interessierten herzlich eingeladen sind!
Die Anmeldung ist noch möglich.

Workshop

Im Rahmen des OERcamps wird es auch in Berlin einen Workshop zum Thema „Bibliotheken und OER – warum und wie?“ geben.

Wann? Am Dienstag, den 28.11.2017, in der Zeit von 9.00 bis 10.20 Uhr.
Inhalt: Was können Bibliotheken tun, um sich mit OER vertraut zu machen? Welche Potenziale liegen in OER für Bibliotheken, welche Hindernisse gibt es im Hinblick auf Recherche nach freien Bildungsmedien, auf den Bestand und andere Themen? Welche Chancen liegen für Bibliotheken darin, einen Einstieg in die Auseinandersetzung in das Thema OER zu finden? Diese und weitere Fragen werden in dem Workshop thematisiert.
Für wen? Für alle, die mehr über OER erfahren wollen und sich mit den Fragestellungen rund um OER in Bibliotheken vertraut machen möchten.
Wer bietet den Workshop an:
Gabi Fahrenkrog, Twitter: @fahrenkrog, Bibliothekarin, Projektmanagerin, Informationsstelle OER, J&K Jöran und Konsorten

Diskussionsrunde

Am Dienstag, den 28.11.2017 gibt es eine Diskussionsrunde zum Thema „Erwarten Sie mehr! – Bibliotheken als Partner für OER“.

Inhalt: Bibliotheken sind wie Blackboxes: Menschen gehen hinein und hinaus, was sich im Inneren abspielt, welche Leistungen Bibliotheken im Zusammenhang mit OER bereits erbringen oder aber erbringen könnten, etwa im Hinblick auf Plattformen, Raum, Beratung, Zugang, ist nur wenig bekannt. Nutzen Sie die Gelegenheit sich zu informieren und mit Expert*innen zu diskutieren, was schon da ist und genutzt werden kann, was Sie sich an Services von Bibliotheken im Zusammenhang mit OER wünschen und auf welchen Gebieten sich Bibliotheken möglicherweise stärker mit OER engagieren könnten.
Mit wem können Sie diskutieren?
Jana Haase, Twitter: @agschulbiblio, Vorstand, AG Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg e.V.
Gabi Fahrenkrog, Twitter: @fahrenkrog, Bibliothekarin, Projektmanagerin, Informationsstelle OER, J&K Jöran und Konsorten
Lambert Heller, Twitter: @lambo, Leiter des Open Science Lab, Technische Informationsbibliothek (TIB)
Jan Neumann, Twitter: @trugwaldsaenger, @oerworldmap, Leiter Recht und Organisation, OER World Map, Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz)

Vortrag

Der Vortrag „Openness. Education. Bibliotheken!“ schließt daran am Mittwoch, den 29.11.2017, an.

Inhalt: Bibliotheken sind nicht auf der Agenda der Entscheider*innen, wenn es um OER-Projektförderung oder um die Beteiligung an OER-Projekten geht. Dabei sind Bibliotheken traditionell die Garanten für offenen Zugang zu Bildung, Information und lebenslanges Lernen. Mit dem Ljubljana OER Action Plan werden erstmals ausdrücklich Bibliotheken und bibliothekarische Ausbildungsstätten adressiert, sich für offene Bildung und lebenslanges Lernen zu engagieren.
Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Ellen Euler, Twitter: @EllenEuler, Expertin für (urheber-) rechtliche Fragestellungen im Umgang mit dem digitalen Kulturerbe & Open Access Publishing, FH Potsdam, Fachbereich Informationswissenschaften
Gabi Fahrenkrog, Twitter: @fahrenkrog, Bibliothekarin, Projektmanagerin, Informationsstelle OER, J&K Jöran und Konsorten

„Es gibt kein Google für OER!“ – Workshop beim #OERcamp17 in Hamburg

Eine schlichte Erkenntnis: „Es gibt kein Google für OER!“
Weil das so ist und weil es aber die Recherche nach OER erleichtern würde, wenn es eine Handreichung zur Recherche nach OER gäbe, gibt es das Google-Doc mit Recherchequellen zu OER, das kollaborativ weiterentwickelt werden und von allen Bibliotheken für die eigene Arbeit genutzt werden kann.
Allerdings war aber der Umstand, dass OER nicht einfach zu „ergoogeln“ sind, nur eines von vielen Themen beim Workshop zu „Bibliotheken und OER“ von Alexandra Jobmann und mir beim #OERcamp17 in Hamburg.

A Trained Librarian

In regelmäßigen Abständen kursiert dieses Plakat durch die Sozialen Netzwerke

Grafik: Sarah McIntyre (http://jabberworks.livejournal.com/525413.html), nicht unter freier Lizenz

Wir wollten wissen und gemeinsam diskutieren:

  • Was sollte „A Trained Librarian“ in Bezug auf OER wissen und können?
  • Welche Voraussetzungen müssen Institutionell und personell gegeben sein, damit eine Bibliothek sich mit OER befasst?
  • Welche Dienstleistungen und Services sind für Bibliotheken rund um OER denkbar und umsetzbar?

Die Antworten auf diese drei Fragen, die von den TeilnehmerInnen in den Workshops erarbeitet und diskutiert wurden, haben wir schließlich gesammelt. Interessanterweise kamen in Hamburg andere Antworten zusammen, als beim Workshop in Köln, wodurch die einzelnen Aspekte um weitere Facetten ergänzt werden konnten. Einigkeit bestand jedoch bei allen TeilnehmerInnen darin, dass in Bibliotheken zumindest ein Grundwissen zu OER vorhanden sein müsse, da Fragen zu OER-Themen in der Auskunft und Beratung künftig zu erwarten sein dürften.


Fotos: Gabi Fahrenkrog, CC BY 4.0

Soziale Faktoren, technische Faktoren und Sowohl als auch

Als Ergebnis aus den Workshops sind eine ganze Reihe von Themen und Aufgaben herausgearbeitet worden. Daraus ergibt sich eine Vielzahl an Herausforderungen für Bibliotheken, die in in soziale und technische Aspekte, sowie in Aspekte, die sowohl sozialer als auch technischer Natur sein können, hier in einer Tabelle zusammengefasst sind.

Soziale Aspekte Technische Aspekte Sowohl als auch
Unterstützung/Beratung Aufbau von OER-Plattformen Selbst OER erstellen und veröffentlichen
Anerkennung von Leistungen bei Erstellung von Materialien Kuratierte Sammlungen erstellen Embedded Librarian in OER-Räumen innerhalb der Bibliothek
Annehmen der Rolle als Geber und Nehmer von Wissen Übernahme von und Unterstützung bei Publikationsprozessen (Metadaten, LZA, Identifier, SEO) Unterstützung lebenslangen Lernens
Qualitätsbeurteilung eLeaning-Angebote zu OER erarbeiten und anbieten Vermittlung von OER-Kompetenz
Geschützte Räume schaffen OER-Management (Kuration, Metadaten) OER in der Beratung und Informationsrecherche mitdenken
Ängste abbauen Bei aller Offenheit die Fähigkeit, relevante Aspekte zu filtern Fundiertes Wissen über soziale und technische Aspekte rund um das Thema OER
Kultur von der Offenheit und Transparenz (Openness) verinnerlichen Definition neuer Aufgaben OER-Sprechstunde
Einüben offener und transparenter Prozesse und Arbeitsformen Tools zur Realisierung von OER in unterschiedlichen Formen und Formaten kennen Embedded Librarian berät und hilft aktiv in Fragen zu OER
Bilden von Experten-Communities für Qualitätssicherung von OER „Toolverliebtheit“ Beratung zur Lizenzierung von Materialien
Community-Building: raus aus der Einrichtung – rein in die Communities und wieder zurück in die Einrichtung Bereitstellung haptischer OER / Bestand an OER
Fehlerkultur einüben und praktizieren Creative Commons kennen und richtig anwenden können
Annehmen neuer Aufgaben und Arbeitsbereiche
Anpassen an aktuelle Herausforderungen und Bedarfe der Communities im Hinblick auf OER
Bereitschaft zum „Hacking“
Offenheit und Transparenz (vor-) leben

Wie geht es weiter?

Wie weit sich eine Bibliothek allerdings tatsächlich mit dem Thema auseinandersetzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Am Anfang steht immer die Frage, was überhaupt für die einzelne Bibliothek in diesem Zusammenhang leistbar ist. Was ist wie mit den vorhandenen Mitteln und Kapazitäten umsetzbar? Welchen Fortbildungsbedarf gibt es und wie kann er gedeckt werden?

Das Sammeln der Aspekte, die für Bibliotheken im Zusammenhang mit OER relevant sind, wird auch beim letzten #OERcamp17 in Berlin am 27./28.11.2017 weitergehen. Ziel ist die Entwicklung von Handreichungen für Bibliotheken, aus denen sich konkrete Empfehlungen für die Arbeit mit und rund um OER ableiten lassen.

Außerdem können und sollen sowohl die Tabelle als auch die Liste mit den OER-Quellen für Auskunft und Beratung in Bibliotheken in der Zwischenzeit kollaborativ erweitert und mit weiteren Informationen angereichert werden. Alle, die daran mitwirken möchten, sind dazu eingeladen, sich kollaborativ zu beteiligen und auch gerne hier im Blog via Kommentar oder in den Sozialen Netzwerken über OER in Bibliotheken zu diskutieren.


Zum Weiterlesen
Dokumentation zum Workshop beim OERcamp in Köln
Dokumentation zum Workshop beim OERcamp in Hamburg
Präsentation zum Workshop in Hamburg

Dokumente zur Nutzug und zum kollaborativen Weiterbearbeiten
Google-Doc zur Liste der OER-Recherchequellen
Google-Spreadsheet zur Tabelle der Aufgaben und Dienstleistungen, die für Bibliotheken mit OER möglich sind

Wo suche und finde ich denn überhaupt OER?

Wo kann ich nachsehen, wenn ich OER zu bestimmten Themen und für unterschiedliche Bildungszwecke suche?

Gute Frage. Die Sammlungen zu freien Bildungsmaterialien sind vielfältig, aber auch ziemlich verstreut im Internet vohanden. An verschiedenen Stellen stößt man auf Listen mit einzelnen Links zu OER-Quellen. Wirklich hilfreich wäre es aber doch, wenn die Quellen für freie Bildungsmedien an einer Stelle zusammengeführt wären.

Diese Liste mit Links zu OER soll, ganz im Sinne von OER, in einem offenen Dokument kontinuierlich um weitere Quellen und Informationen ergänzt werden. Wer also helfen mag die Liste auszubauen, ist herzlich dazu eingeladen, um Bibliotheken mit einer Handreichung für die Suche nach freien Bildungsmedien zu unterstützen.

Let’s do it!

 

Warum es für Bibliotheken als Informationseinrichtungen wirklich sinnvoll ist, selbst OER zu erstellen

Von Bibliotheken wird im Zusammenhang mit freien Bildungsmedien häufig die Frage gestellt, welchen Vorteil diese für ihre Nutzer haben würden. Dabei sind auch Beschäftigte in Bibliotheken deren Nutzerinnen und wenden sich bei der Suche nach Informationen an Kolleginnen und Kollegen. Eine kurze Episode die sich auf Twitter zugetragen hat, zeigt das recht anschaulich. Nachdem sich […]

Reden wir (mit Nutzerinnen) über freie Bildungsmedien! Spannender Workshop beim #OERcamp17 in Köln

Nach zwei von vier OERcamps 2017 lautet das Fazit: die Teilnahme lohnt sich (besonders auch für Bibliotheken)! Das zweigeteilte Format der OERcamps mit a) zuvor geplanten Workshops und b) mit spontan angebotenen Sessions im Barcamp-Teil der Veranstaltung bietet Raum für wirklich jedes Thema rund um freie Bildungsmedien.

Es gab sowohl in München als auch in Köln eine Reihe von Sessions und Workshops zu Themen, die auch Aufgabenbereiche von Bibliotheken betreffen, vor allem aber gab es einen Workshop, der sich speziell mit Fragen zu OER und Bibliotheken befasste.

Foto: Bücher und OER von Gabi Fahrenkrog unter der Lizenz CC BY 4.0

Workshop „Bibliotheken und OER“

Die Teilnehmenden im Workshop zu Bibliotheken und OER setzten sich etwa zur Hälfte aus Beschäftigten in Bibliotheken und zur anderen Hälfte aus Nutzerinnen und Nutzern von Bibliotheken zusammen. Eine interessante Mischung, bei der deutlich wurde, dass Bibliotheken viel lernen können wenn sie die Nutzerinnen und Nutzer einmal fragen, welche Erwartungen und Anforderungen diese an die Einrichtung Bibliothek stellen. Im Bezug auf OER wurden von den Teilnehmenden des Workshops durchaus die konkrete Erwartung an Bibliotheken geäußert, sich mit OER zu befassen, zu freien Bildungsmedien zu beraten und diese auch bereitzustellen.

Nach einer kurzen Einführung zu OER diskutierten die Teilnehmenden darüber was es braucht, damit Bibliotheken sich mit freien Bildungsmedien befassen, welche Kompetenzen dafür vorhanden sein müssen und welche Services Bibliotheken rund um OER anbieten könnten.

Die Themen Metadaten und Qualitätssicherung wurden, wie schon bei der Session „OER in Bibliotheken – was wünschen sich AkteurInnen von Öffentlichen Bibliotheken“ beim OERcamp 2016, auch in Köln wieder als wichtige Aufgabe für Bibliotheken herausgestellt. Nach wie vor werden Bibliotheken als besonders kompetent auf genau diesen Gebieten wahrgenommen.

Im Verlauf des Workshops dann wurden in drei Gruppen die Fragen diskutiert:

  • welche Voraussetzungen brauchen Bibliotheken bzw. welche Voraussetzungen müssen Beschäftigte in Bibliotheken mitbringen, um sich mit OER zu engagieren?
  • welche Kompetenzen sollten in Bibliotheken vorhanden sein, um Services rund um freie Bildungsmedien anbieten zu können?
  • welche Services können oder sollten Bibliotheken rund um OER entwickeln und anbieten?

Es zeigte sich, dass die Grenze zwischen den einzelnen Fragen nicht immer eindeutig zu ziehen ist, es gibt eine Reihe von Überschneidungen. Insgesamt ist aber eine breite Palette an Aspekten zu den einzelnen Fragen herausgearbeitet worden, die es lohnt, weiter zu diskutieren.

Die nächste Gelegenheit dazu bietet der Workshop „Bibliotheken und OER“ beim OERcamp 2017 in Hamburg am 24.06.2017 um 15.30 Uhr, zu dem die Anmeldung noch möglich ist.

Worin sich alle Teilnehmenden in Köln einig waren ist, dass im Engagement mit OER für Bibliotheken viel Potenzial liegt, zumal Bibliotheken in vielerlei Hinsicht dafür prädestiniert sind, die Anlaufstelle in den Kommunen für alle Belange rund um OER zu werden.

Voraussetzungen – Kompetenzen – Services

Welche Voraussetzungen braucht es, welche Kompetenzen sollten in Bibliotheken vorhanden sein, um mit OER umgehen zu können und um den Umgang damit vermitteln zu können?

 

 

 

 

 

Fotos von Gabi Fahrenkrog unter der Lizenz CC BY 4.0

Die Arbeit an und mit freien Bildungsmedien ist ein kollaborativer und partizipativer Prozess. Daher wurde angemerkt, dass die Räume in der Bibliothek so ausgestaltet sein müssten, dass sie die Anforderungen, die diese Arbeitsweise an die Innenarchitektur stellt, erfüllen.  Ähnlich den CoWorking-Spaces solle die Ausstattung flexibel sein und den jeweiligen Anforderungen angepasst werden können. Ideal wäre es darüber hinaus, wenn in diesen Räumen stets ein Bibliothekar oder eine Bibliothekarin (als eine Art Embedded Librarian) für die Beratung und zur Unterstützung der Nutzerinnen und Nutzer anwesend wäre.

Mit OER werden in der Regel digitale Formate verbunden. Daher war es sehr aufschlussreich zu hören, dass sowohl eine Auswahl an „haptischen“ OER gewünscht wird, wie auch generell ein „Bestand“ an freien Bildungsmedien in der Bibliothek zur Verfügung stehen sollte. Die Voraussetzung dafür ist die Fähigkeit, digitale und analoge OER-Formate in die Bestände zu integrieren und verfügbar zu machen. Was auf den ersten Blick aussieht wie das Kerngeschäft von Bibliotheken und eigentlich alltägliche Arbeit, stellt Bibliotheken jedoch im Hinblick auf OER vor besondere Herausforderungen, denn klassische Bibliotheksmanagementsysteme- und Kataloge sind für veränderbare Medien nicht ausgelegt.

Um mit OER umgehen zu können wurde so etwas wie eine „Toolverliebtheit“ als Voraussetzung genannt. Gemeint ist damit die Lust daran, mit unterschiedlichen Formaten spielerisch zu experimentieren und „Hacking“ zu betreiben, also bereits Bestehendes so umzugestalten, dass daraus etwas Neues mit anderen Nutzungsmöglichkeiten entsteht.

Welche Kultur sollte verinnerlicht worden sein, um OER in Bibliotheken zu etablieren? Auch zu dieser Frage wurden nochmals die bibliothekarischen Kernkompetenzen im Bezug auf Qualitätsbeurteilung von Inhalten betont. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn damit Lehr- und Lernmedien von den Akteuren auch für den individuellen Einsatz als geeignet angesehen werden, müssen sie bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Kompetenz dies zu beurteilen, wird Bibliotheken ganz klar zugesprochen. Diese Aufgabe anzunehmen bedeutet für Bibliotheken, sich verstärkt auch als „wissensnehmende“ Einrichtung zu betrachten, sich also sehr klar als lernende Einheit zu positionieren, in der das erforderliche Wissen im Umgang mit OER laufend aktuell gehalten wird.

Eine Reihe von Voraussetzungen, die im Workshop herausgearbeitet wurden, beziehen sich auf den Kulturwandel, der mit der Etablierung von OER einher geht. Es wurden die Erwartungen geäußert, dass

  • Bibliotheken im Zusammenhang mit OER neue Aufgaben definieren und annehmen
  • Bibliotheken sich der Bedeutung des Lebenslangen Lernens bewusst werden und OER als wichtiges Element in diesem Zusammenhang begreifen
  • Bibliotheken OER-Kompetenz in ihre Communities vermitteln sollten und
  • Bibliotheken ihre Funktion immer den aktuellen Herausforderungen anpassen.

Services rund um OER

Darüber hinaus erachteten die Teilnehmenden im Workshop aber auch ganz praktische Kompetenzen, wie das Kuratieren und Zusammenführen von Inhalten für bestimmte Gruppen oder auch für Individuen, als wichtige Aufgabe von Bibliotheken im Zusammenhang mit OER.
Insbesondere wird auch von Bibliotheken erwartet, dass sie die Auffindbarkeit von freien Ressourcen sicherstellen bzw. bei der Suche nach relevanten Ressourcen behilflich sind.

Ein Thema für Bibliotheken kann also sein, den Nutzenden OER zur Verfügung zu stellen, z.B. über Bibliothekskataloge, über kuratierte Zusammenstellungen von Inhalten, abgestimmt auch Fächer, Themen, Bildungsbereich, Zielgruppe usw. Darüber hinaus wurde gewünscht, dass in Bibliotheken auch zu Fragen des Urheberrechts und zu freien Lizenzen beraten wird, denn erst die freie Lizenzierung der Materialien ermöglicht das Teilen, Verändern, Nachnutzen und Veröffentlichen von OER.

Der Blick von außen – was Nutzerinnen von Bibliotheken mit OER erwarten

Fragen zu Bibliotheken und OER sollten vor allem auch in die jeweiligen Communities getragen werden. Wie sollen Bibliotheken sonst erfahren, welche Wünsche und Anforderungen von den Nutzenden in diesem Zusammenhang an Bibliotheken gestellt werden?

Die Nicht-Bibliothekarinnen im Workshop machten sehr deutlich, was sie sich von Bibliotheken mit OER erwarten. Eine Teilnehmerin erwartete selbstverständlich, dass sich Bibliotheken mit OER befassen, dazu beraten und freie Bildungsmedien vermitteln. Schließlich gehe sie ja auch sonst mit allen Fragen, die Bildungsmedien betreffen, in die Bibliothek und wird dort beraten.

Eine weitere Teilnehmerin merkte an, dass sie seit ihrer Kindheit Bibliotheken in den verschiedenen Lebensphasen immer auch als Lernraum genutzt habe. Dort fand sie die stets aktuellen Medien und Formate. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sieht sie das Engagement mit OER für Bibliotheken als dringend erforderlich. Schließlich seien OER die Lernmedien der Zukunft.

 


Zur Dokumentation des Workshops