Vernetzte Systeme statt zentraler Cloud-Dienste

Richard Heinen und Jöran Muuß-Merholz schreiben in OER Info über Sinn und Unsinn der Vorstellung, dass eine zentrale Cloud für Open Educational Resources herhalten soll. Das Entscheidende ist in ihren Augen die Bedürfnisse der Nutzer.

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OER Librarian Network Germany gegründet

Beim OER-Festival, das vom 27. – 29.12.2017 in Berlin stattfand, hat sich das OER Librarian Network Germany gegründet.
Es handelt sich bei dem Netzwerk um eine Graswurzelinitiative deutscher BibliothekarInnen, die darauf abzielt, am Thema Open Educational Resources (OER) interessierte KollegInnen miteinander zu vernetzen, den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen ihnen zu fördern und gemeinsam praxisorientierte Handlungskonzepte zu entwickeln.

Für den Austausch untereinander wurde eine Gruppe im Moodle der HU Berlin eingerichtet, die für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen offen ist und für das eine Anmeldung als (HU-externes) Mitglied möglich ist.

Das Netzwerk ist auf der OER World Map, der weltweit größten Sammlung von Daten zu OER-Akteuren und Aktivitäten eingetragen worden.
Geplant ist außerdem, in einem Project Lab auf dem Bibliothekartag 2018 Mitgliedern und anderen interessierten BibliothekarInnen die Möglichkeit zum persönlichen Austausch und zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Netzwerkes zu bieten.

23 Things for Research Data

Dies hier als Beispiel für die Umsetzung eines Schulungskonzepts (mit „cc by“ als Lizenz versehen) als OER:

Vielleicht noch etwas zum Hintergrund: „23 Things“ war das didaktische Konzept, ein Teilgebiet – zuerst Web 2.0-Anwendungen – so auf verschiedene Stationen aufzuteilen, dass man damit stufenweise für eine Gruppe ein bestimmtes Wissensgebiet erschließen kann, mit Theorie und mit Praxis. So auch jetzt im Bereich des Forschungsdatenmanagements.

Dieser Eintrag war schon auf netbib veröffentlicht worden und dort hatte Viola Voß noch per Kommentar ergänzt: „die website zum PDF-dokument: https://www.rd-alliance.org/23-things-libraries-research-data-rdas-libraries-research-data-interest-group.html

Perspektiven von OER für die (sozio-)ökonomische Bildung an Schulen in NRW und in Deutschland

Ein Aufsatz von Maximilian Heimstädt und Leonhard Dobusch.

Die (sozio-)ökonomische Bildung an Schulen steht vor zwei großen Herausforderungen: Zum einen verstärkt die zunehmende Digitalisierung der Lernpraxis bestehende urheberrechtliche Probleme. Zum anderen gerät das Kontroversitätsgebot der Lehre durch eine wachsende Menge an minderwertigen und tendenziösen, aber kostenfreien Onlinematerialien zunehmend unter Druck. Open Educational Resources – Bildungsmaterialien unter freier Lizenz (z. B. Creative Commons) – sind ein Weg, diesen Herausforderungen zu begegnen. Zentraler Vorschlag dieser Studie ist es daher, die Erstellung von OER-Schulbüchern in Nordrhein-Westfalen systematisch zu fördern. Nach einer Ist-Analyse des digitalen Lernens und der offenen Bildung in NRW entwirft die Studie (aufbauend auf Interviews mit allen relevanten Stakeholdergruppen) sechs Handlungsszenarien. Beispielhafte Vorschläge sind die öffentliche Ausschreibung von Pilot-OER-Büchern, die landesübergreifende Förderung von OER-Buch-‚Rohlingen‘ oder die Kopplung der Zulassung von Schulbüchern an eine OER-Klausel.